In routinierten Abständen fragt sich der Bundesbürger, zu welchem Zeitpunkt es sich tatsächlich um Steuerhinterziehung handelt. In der Wirklichkeit ist die Antwort auf diese Fragestellung komplizierter als es klingt. Sobald nicht ausreichend Steuern an die staatlichen Finanzbehörden abgeführt, somit im rechtlichen Sinne verkürzt werden, ist dies eine Steuerhinterziehung, welche als Straftat gilt und folglich verfolgt wird. Sofern man sich fachmännischen Rat verschaffen will, sollte man sich an den Wirtschaftsprüfer wenden.
Wann wird von der Steuerhinterziehung gesprochen? Das ist nicht nur dann der Fall, wenn den Finanzämtern unrichtige bzw. unvollständige Angaben übermittelt werden. Nach internationalem Recht ist schon der Versuch eine Straftat. So ein Straftatbestand kann nach geltendem deutschen Recht mit Haftstrafe bzw. im günstigsten Fall mit einer hohen Geldstrafe geahndet werden. Ein weiterer Straftatbestand besteht genauso darin, Steuerzeichen bzw. Steuerstempel zu benutzen und die Finanzbehörde darüber im Unklaren zu lassen, speziell Zigaretten sind hier ein erstklassiges Beispiel, weil der Zigarettenschmuggel häufig in den Medien behandelt wird. Probleme aufzudecken und den legitimen Rahmen einzuhalten, dazu sind Steuerprüfer ausgebildet und in der Lage.
Firmen und Selbständige erhalten für die Ausführung ihrer Aufträge Mehrwertsteuer und es kann dabei vorkommen, dass sie diese nicht ans Finanzamt abführen. Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ist, so sagt es internationales Steuerrecht, sogar die Einkommenssteuer häufig Gegenstand von Nachforschungen. Strafbar macht man sich somit, sobald man ein gewerbsmäßiges Einkommen erzielt, es aber in keiner Weise gegenüber dem Finanzamt vorschriftsmäßig angibt. Strafbar machen sich auch jene Menschen oder Firmen, welche Schwarzgelder ins Ausland transferieren, dort gewinnbringend anlegen, aber sich zugleich der Besteuerung in der Bundesrepublik hinterziehen. Zu zahlreichen Ermittlungsverfahren und daraus folgend erheblichen Steuernachzahlungen, führten die sogenannten Steuer-CDs aus der Schweiz und Liechtenstein, welche auch zu Diskussionen führten.
Wann wird noch von Steuerhinterziehung gesprochen? Es handelt sich bei Steuerhinterziehung um ein ernsthaftes Delikt, während es die Gesellschaft mehr und mehr als Kavaliersdelikt betrachtet, auch dank der bekanntgewordenen Verfahren gegen Prominente. Ein Wirtschaftsprüfer kann hier entsprechende Hilfe leisten und sogar vorbeugend einwirken. Wenn man selbst eine Hinterziehung anzeigt, ist es stellenweise denkbar, mit wenigen juristischen Konsequenzen davon zu kommen. Auf der anderen Seite wirbt die deutsche Regierung ja auch damit, eine Steueramnestie zu gewähren. Das heißt, sie sieht bei angemessener Nachzahlung der Steuern von einer Strafverfolgung ab, dabei erhofft sich der Staat natürlich Mehreinnahmen in Milliardenhöhe. Doch der Betroffene sollte sich hierauf nicht einlassen: Um jeglichem Verdacht aus dem Wege zu gehen, empfiehlt es sich nicht bloß, seine Steuern regelmäßig und umfassend zu zahlen. Im Zweifel muss sich der Unkundige den Rat des Steuerberaters einholen.
Interessant finde ich hierbei die Strafen. Wirklich in´s Gefängnis geht man ja sogar erst dann, wenn man bis zu einer Million Euro hinterzieht. Das ist wirklich wahnsinn.
Bist du dir da wirklich sicher, das fände ich ja schon krass. Ich meine zb. eine halbe Million muss man ja auch erstmal hinterziehen und das sollte doch eigentlich auch bestraft werden.